N3rds – Zwei Nerds labern herum – Zwei Nerds labern herum

Ein langes Problem ist endlich gelöst, doch dabei entsandt das nächste

18.07.2014 (14:32) – Kategorie: Software Rage – von: Gamienator

Ein Nerd zu sein ist manchmal nicht so einfach, denn wenn ihn eine Sache erwischt, sitzt er Tage daran ohne zu merken wie die Zeit vergeht. Eine gute Eigenschaft meint ihr? In vielen Situationen ja, aber es gibt welche wo es schlimm ist, z. B. wenn ein Software Problem nicht so klappt wie es soll (z. B. der tolle ICQ Server)

Doch es gibt andere Probleme, mit denen ich mich schon seit Jahren beschäftige: Netzwerk bootvorgänge. Wenn mich eins immer genervt hat, waren es CDs brennen, wiederfinden, dann doch nicht finden, .iso erneut herunterladen, wieder brennen, Fehler beim brennen, keine Rohlinge mehr und und und. Gott sei dank kann man seit Windows 7 auch einen USB Stick verwenden, doch gerade wenn man einen 4 GB USB braucht, ist keiner parat. Das installieren über das Netzwerk hatte mich immer fasziniert, jedoch hatte ich es irgendwie nie geschafft, bis gestern!

Typischer Bootvorgang über das Netzwerk

Typischer Bootvorgang über das Netzwerk

 

Vielleicht hatte es einfach daran gelegen, dass ich es immer versucht habe die entsprechenden Server auf Windows zu starten und nicht auf Linux? Der Grundgedanke ist ja recht einfach: Es wird ein TFTP Server, ein DHCP Server benötigt, darauf liegen dann die benötigten Images sowie Konfigurationen und die Sache ist gegessen. Ja, Konfiguration, es kann MAC-Adressen spezifisch gesagt werden, wer was bekommt. Wenn nur die Software nicht gestreikt hätte …

 

Von Chrno hab ich noch einen alten MSI WindPC 120 geliehen, da er ihn nicht mehr brauchte, hab ich ihn einfach missbraucht *g* Also, Debian Netinstall auf einen USB Stick gepackt –> Boot und BÄM, voll ins Gesicht gefahren. Beim erstellen des USB Sticks trat anscheinend ein Fehler auf und Debian konnte den Kernel nicht finden. Also gut, nochmal am Windows Client, nochmal USB Stick vorbereitet und siehe da, der Installer startet. Ja, er startet und bricht mit einem Fehler ab. „Es konnte das CD-Laufwerk samt Medium nicht gefunden werden“ … Ich werd bekloppt. Gut, bevor ich weiter was versuche, nehme ich die Ubuntu Netinstall und sehe da, nach 2 Stunden lief das System. Also TFTP Server und DHCP Server installiert. Konfiguration nach dieser Anleitung vorgenommen und los ging es.

 

Äh nein, doch nicht. Der DHCP Server hat den Dienst verweigert. Warum keine Ahnung, als ich die Konfiguration komplett neu schrieb lief alles. Erster Test: Jaa, es läuft, endlich hab ich eine Netzwerkboot hinbekommen! Um dann alles zu testen startete ich den Server neu. Keine gute Idee, Ubuntu sagt mir, es liegen 2 Zombie Prozesse vor. Der DHCP Server will auch nicht starten… Den Befehl zum manuellen starten gegoogelt, sehe da, es läuft. Nächster reboot, wieder startet der DHCP Server nicht automatisch.  8-O Irgendwas war da komisch. Nach einer langen Recherche hab ich dann eine Lösung gefunden. Im Ordner /etc/init liegen jegliche Autostartskripte.  Manche User hatten die Erfahrung gemacht, eine Pause im Startskript vom DHCP einzubauen. Ging auch recht einfach, /etc/init/isc-dhcp-server.conf gestartet, in Zeile 8 glaub ich dann ein „sleep 10“ eingebaut, gespeichert und Server neu gestartet. Und ja, das hatte funktioniert.

 

Verstehe einer die Linux Welt, ich habe es mal wieder nicht verstanden :mrgreen: Ich werde mich dann aber an diesem Wochenende weiter daran wagen. Ich will ein Debian unter Hyper-V aufsetzen auf meinem NAS, und dort jegliche Images vorbereiten die in meinem Netzwerk zu booten sind. Debian Install, Debian live, Ubuntu Live, Windows 7, Windows 8.1, memtest86+ und und und. Dabei soll der DHCP Server an meinem Router NICHT abgeschaltet werden (wird über proxydhcp realisiert). Ich bin gespannt wie das Wochenende wird :mrgreen:

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